Ecuador 2026

Hier beginnt der letzte Teil unserer Reise mit der CBX entlang der Panamericana

 

 ⇐ Start in Lahr Ι 30 Stunden später ⇒

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In Quito bleiben wir nur 3 Tage. Einen davon verschlafen wir, die anderen zwei verlaufen nicht ganz so wie geplant, wir haben „Luftprobleme“. Die Stadt liegt knapp 2900 Meter hoch und besteht nur aus Bergen. Letztendlich ist aber dieses ständige auf und ab gut zur Anpassung an die Höhe.
Dann gibt es noch zwei Auffälligkeiten für uns: Die wilden Hunde sind aus dem Stadtbild verschwunden und es gibt so gut wie keinen ruhenden Verkehr. Die Straßen sind ausschließlich für den rollenden Verkehr da. Das erinnert uns ein wenig an Bogota. Auch dort war der ruhende Verkehr auf Innenhöfe verbannt worden.

Einen ganzen Vormittag haben wir im (und auf dem Dach) MUSEO CATEDRAL PRIMADA DE QUITO verbracht. So viel Gold wie dort haben wir in unserem Leben noch nie gesehen.

Fehlen durfte nicht der Besuch des Cafes LENA QUITENA in der ältesten Straße Quitos. Was ist ein Abend ohne Brauereigaststätte? Drei Wegminuten von unserem Hostel  fanden wir die Brauerei „Bandido“ mit erlesenen Biersorten.

Nach drei Tagen nehmen wir Abschied von Quito. Es hat uns dort sehr gut gefallen und wir haben uns sehr sicher gefühlt. Vielleicht lag es an der hohen Polizei- und Militärpräsenz oder aber auch am Fehlen bestimmter religiöser Gruppierungen.
Mit einem Taxi lassen wir uns zum Busbahnhof Carcelén fahren. Dort steigen wir in den klimatisierten Bus und sind drei Stunden später bei unserer CBX.

 

Vor ca. einem Jahr hatten wir die CBX dort zu den anderen Motorrädern gestellt. Natürlich frisch gewaschen und mit einer Plane abgedeckt. Sie zeigt ein Bild des Jammerns. Total verstaubt und mit Rostansätzen versehen.

Wir ziehen sie auf den Platz, bauen die Batterie aus, waschen kurz über und fluten die Vergaser. Nach drei Stunden ist die Batterie geladen und wir klemmen sie an. Nach zwei Startversuchen laufen alle sechs Zylinder.

Wir beziehen unser neues Domizil, erfreuen uns am Ausblick und trinken Freudenbier.

Es ist aber nicht damit getan den Motor zum Laufen zu bringen. Es müssen Ventile überprüft/eingestellt, Bremsen kontrolliert und die Antriebskette gewechselt werden. Das Kettenschmiersystem von CLS macht auch nicht das, was es soll. Der linke LED Blinker hat ebenfalls sein Ende erreicht.
Zum Glück haben wir im letzten Jahr einen sehr fähigen Mechaniker kennengelernt. Diesen schreiben wir an und bekommen für den nächsten Tag einen Termin. Um 9 Uhr sind wir beim Alfredo (La Clinica de la Moto, Los Claveles 234, Ibarra, Ecuador). Gegen 17 Uhr sind die meisten Dinge erledigt und wir fahren zum Platz zurück. Am nächsten Tag sollen wir die CBX abholen. So ist es dann auch. Wir bezahlen einen für deutsche Verhältnisse  sehr niedrigen Preis, bedanken und verabschieden uns vom Alfredo.
Ein Problem aber bleibt. Es sind die Bremsbeläge. Die sind so gut wie abgefahren. Wir haben neue von EBC dabei und könnten sie einbauen. Das tun wir aber nicht. Wir werden die alten komplett abfahren und dann erst die neuen einbauen. Dann haben wir noch ca. 8000 Km bis zum unfreiwilligen Ende unserer Tour.

Wir verlängern unseren Aufenthalt auf der Finca Sommerwind um einen Tag.

Jetzt beginnt die Recherche.

Wir haben um zwei Tage verlängert. Nachdem alle Bemühungen für CBX Bremsbeläge in Südamerika fehl geschlagen sind, haben wir einen guten Freund (BMW-Fahrer) in Deutschland  kontaktiert. Zwei Stunden später hatten wir das erste positive Resultat.
Er hat Beläge bestellt und die werden auch in ca. 3 Tagen geliefert. Dann werden sie mit DHL EXPRESS innerhalb 2-4Tage nach Ecuador geliefert.
Wir können also heute Nachmittag ganz entspannt Fisch essen gehen und morgen gen Süden aufbrechen.

20. Juli 2026

Wir haben mit BMW Fahrern (https://kradliebe.de/) gefrühstückt und Gedanken ausgetauscht. Dann bezahlen wir beim Hans, packen die CBX und fahren gen Süden. Wir fahren nicht die E35, sondern eine sehr gut ausgebaute Nebenstraße in Richtung Cayambe, auf der man laut Hans einen fantastischen Blick auf den gleichnamigen Vulkan Cayambe haben soll. Leider zeigt sich uns dieser schneebedeckte Berg heute nicht, da er von Wolken total bedeckt ist. Wir fahren durch die Stadt Cayambe durch und wollen auf den Campingplatz in der Nähe des Mitad del Mundo fahren. Da dieser für uns nicht anfahrbar ist, beschließen wir in einem nahe gelegenen Café bei Jugo de Naranja, Cappuccino und Bizcochos, nach Otavalo zurück zu fahren und in das uns bekannte Hotel Geranio einzuchecken. Dort im Hotel wollen wir die Stromversorgung für das Navi (Garmin Zumo XT) überprüfen. Diese (Nicht)Stromversorgung begleitet uns schon die ganze Zeit unserer Reise. Wir haben vorsorglich einen Ersatz mitgenommen und werden das Teil wieder einmal auswechseln müssen. Wie lange wird es wohl halten?

 

21. Juli 2026

Wir sind problemlos im Hotel untergekommen. Da das Internet sehr gut ist, machen wir zuerst ein Softwareupdate bei Zumo. Das ging recht flott, hat aber nichts gebracht. Wir beschließen ein Meßinstrument zu kaufen und den ankommenden Strom zu messen. Das gestaltet sich ziemlich schwierig, denn in den „Ferreterias“ gibt es Toaster, Mikrowellen, Eierkocher….nur eben keine Meßinstrumente. Letztendlich aber zahlte sich unsere Hartnäckigkeit aus und wir wurden fündig.
Im Hotel dann die kleine Batterie eingebaut, die CBX angelassen, Licht eingeschaltet und den Strom an den GPS-Anschlüssen gemessen. Es kamen so um die 12 Volt an, genug um das Zumo zu betreiben. Nochmals die Pins überprüft und das Navi angeschlossen: Geht nicht! Auch in einschlägigen Foren werden wir nicht fündig.
Wir werden wohl damit leben müssen.

22. Juli 2026

Gegen zehn Uhr starten wir die CBX und fahren die Panamericana gen Süden. Nach exakt 2oo km auf dem Tacho taucht eine Tankstelle auf, die auch an Ausländer Superbenzin (95 Oktan) verkauft. Das ist nicht selbstverständlich. An manchen Tankstellen hängen diesbezügliche Hinweisschilder. Wir tanken 3 Gallonen. Das sind gute 11 Liter für 13,50 $ (11,85 €). Angesichts der sehr steilen Bergauffahrten ist das O.K.
Kurz vor 12 Uhr erreichen wir Cayambe und hinter der südlichen Ausfahrt ist der „Mitad Del Mundo“. Der Eintrittspreis liegt bei fünf Dollar. Dafür bekommen wir eine sehr ausführliche Erklärung über den Äquator.

Eine gute Stunde halten wir uns dort auf, dann fahren wir in das gegenüber liegende Café und legen den weiteren Ablauf fest. Gaby hat bei iOverlander eine Finca mit Zeltplatz und Hotel gefunden, die FINCA SAN LUIS. Diese Finca liegt auf 3257 m. Wir starten die CBX und sind nach langer Quälerei über schlechte Straßen und Topes ohne Ende, endlich oben. Alles sieht sehr gut und modern aus. Für die Camper gibt es ein neues und sauberes Toilettenhaus. Wir klingeln und warten. Nach ein paar Minuten starten wir einen Erkundungsgang um das Gebäude. Drinnen regt sich nichts. Zum Glück gibt es Internet. Da finden wir eine Telefonnummer. Gaby ruft an und die Besitzerin verspricht die Tür zu öffnen.Tatsächlich kommt in ein paar Minuten ein Mann in Arbeitskleidung. Er geht an die Tür, zieht an einer Schnur und öffnet damit die Tür. Dann geht er an eine grße Kiste, holt einen Schlüssel heraus und öffnet den Salon. Dort sollen wir warten und es uns gemütlich machen.

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Gegen 17 Uhr kommt dann die Besitzerin, zeigt uns die Zimmer. Wir nehmen das mit Blick auf den Cayambe.
19 Uhr gibt es Abendessen, das volle Programm. Wir beide schaffen es nicht. Den Rest des Abends verbringen wir mit Cerveza am offenen Kamin, denn es ist empfindlich kühl.
Gegen Morgen beginnt es zu regnen und es hört bis zur Mittagsstunde nicht auf. Wir betrachten die letzten 50 Meter von der Abfahrt. Die ist mit Kopfsteinen gepflastert, sehr steil und sehr rutschig. Das wird nichts mit der vollbeladenen CBX. Wir verlängern einen Tag, handeln einen guten Preis aus und schauen uns die Umgebung an. Alles grau in grau und windig. erst am späten Nachmitteg klärt es auf und der Cayambe ist für kurze Zeit fast wolkenfrei.

24. Juli 2026

 

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Die gepackte CBX wird von unserem neuen Freund bewacht.

Die Abfahrt mit der CBX ist HIER zu sehen

 

 

Der nächste Morgen zeigt einen bedeckten Himmel, aber es ist trocken. Wir packen, frühstücken und fahren los. Unser nächstes Ziel ist noch einmal der Mitad del Mundo. Wir hätten nämlich gern ein paar Fotos mit der CBX innerhalb des Areals gemacht.
Für 5$ läßt man uns hinein und wir können die CBX am Äquator ablichten.

 

Der Abend sieht uns wieder auf der Finca Sommerwind.

25. Juli 2026

Die Bremsbeläge sind angekündigt und wir müssen nur noch in der „Naranja“ ausharren. Der heutige Tag wird zur CBX-Pflege benutzt. Das Kettenschmiersystem von CLS muss noch einmal sehr gründlich überprüft werden und das Zumo XT bekommt eine neue Stromversorgung. Das Ergebnis: Beide funktionieren wieder tadellos.

26.Juli 2026

Heute ist Sonntag und wir werden 4 km zu Fuß nach San Miguel de Yahuarcocha gehen, um Fisch zu essen und dem dortigen Treiben zuzusehen. Heute ist für die Bewohner auch ein besonderer Tag. Sie begehen ein Fest, dessen Ursprung und Name von uns nicht eindeutig in Erfahrung zu bringen war. Mögen zwei Fotos zur Erklärung beitragen.

27. Juli – 29. Juli 2026

Ab Montag verfolgen wir unsere Sendung mit den Bremsbelägen. Diese wurden am 22. Juli versendet und durchlaufen mehr oder weniger schnell die einzelnen Kontrollstellen. In den frühen Morgenstunden des 29. Juli werden sie endlich in einen Transportbehälter verladen. Aber wir sind nicht allein. Neben uns standen Franzosen, die sechs Monate auf ein Teil aus Frankreich gewartet hatten.

Trotz allem gehen die Tage ruck -zuck herum. Wir reden mit anderen Reisenden, die hier kurz Station machen. So kommt man an Informationen, die in keinem Reisehandbuch stehen. Oder man trifft Menschen, die mit nicht alltäglichen  Fahrzeugen unterwegs sind So z B. ein junger deutscher Mann mit einem russischen Auto. Es ist ein UAZ Buchanka 452.

Wir waschen Wäsche, gehen 6 km in den Nachbarort zum Einkaufen,  recherchieren den weiteren Verlauf, trinken Bier und lassen uns von der Sonne bescheinen.

30. Juli – 3. August 2026

Seit dem 26. Juli sind wir in der „Naranja“ auf der Finca Sommerwind und warten auf zwei Nachrichten. Diese zwei Nachrichten haben eine Gemeinsamkeit: Wir können sie nicht beeinflussen und sie haben, im weitesten Sinne, etwas mit „Behörde“ zu tun. Seit dem 22. Juli sind unsere Bremsbeläge unterwegs. „Unterwegs“ war sehr schnell, ca. 13 Stunden mit dem Flugzeug von Frankfurt nach Quito. Die restliche Zeit teilen sich Angestellte/Beamte in Deutschland und Ecuador mit Kontrolle, Nichtstun…
Die Zweite Nachricht betrifft unsere Rente. Die bekommen wir nicht mehr, weil wir unseren Wohnsitz in Deutschland abgemeldet haben. Abmelden mussten wir den Wohnsitz, damit wir aus der gesetzlichen Krankenkasse, die nicht im Ausland gilt, herauskommen. Und damit wir eine neue Auslandskrankenversicherung abschließen können. An den Grenzübergängen in Südamerika muss man eine Auslandskrankenversicherung und eine KFZ-Versicherung vorweisen.

3. August – 11. August 2026

Wir sind noch immer auf der Finca Sommerwind. Bremsbeläge haben wir auch noch nicht. Der letzte Tag der „Bearbeitung“ war der 7. August. Das wird so nichts, wir können hier nicht noch drei oder vier Wochen warten.
Also, wir haben einen Weg für eine sehr schnelle Lieferung gefunden. Da kommt sogar ein Bote ins Haus und holt das Paket ab. Und innerhalb von einer Woche liegt es uns hier vor. Wir haben also neue Beläge bestellt und bezahlt! Kurz darauf kommt die Mitteilung, dass nicht alle Beläge vorrätig seien und es sich um ???? verzögert.

Natürlich bekommen wir noch immer keine Rente, obwohl wir eine vom Notar erstellte Lebensbescheinigung geschickt haben (wie von denen gefordert).

12./13. August 2026

Wir haben eine Ostdeutsche Firma gefunden, welche EBC-Beläge hat und diese auch innerhalb von 3 Tagen zur Bestimmungsadresse in Deutschland liefern kann.
Es gibt da nämlich eine Möglichkeit. Vor zwei Tagen fuhr ein ziemlich großes Reisemobil aus Deutschland auf den Platz. Die wollten das Mobil für ca. zehn Tage abstellen und wegen einem Trauerfall nach Deutschland fliegen. Die wären bereit ein Päckchen mitzubringen, sofern es denn bis zum 18. August bei ihnen ankäme.

Wir haben also bei KSOH Bremsbeläge bestellt und bezahlt.

14. August 2026

Der Tag der guten Nachrichten.

Das Trackingportal von DHL zeigt die Lieferung der Beläge für Montag an.
Gaby hat im Internet eine Telefonnummer der Rentenversicherung ausfindig gemacht. Sie ruft dort an und bekommt die Mitteilung, dass Mitte nächster Woche die Rente wieder gezahlt wird.

Unser Aufenthalt auf der Finca Sommerwind nähert sich dem Ende.

15. August – 19. August 2026

Direkt vor der Finca befindet sich eine Rennstrecke. Von der Cabaña Naranja hat man einen sehr guten Blick auf die Strecke. Es fahren dort Motorräder und Autos. Ab und zu fliegt mal ein Rennwagen von der Strecke und brennt aus.
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Aber wir sitzen nicht nur faul herum. Wir planen den weiteren Reiseverlauf nach dem Erhalt der Rente und der Bremsbeläge. Sehr genau müssen wir wir Reisewarnungen beachten. So z. B. Das Erdbeben in Kolumbien. Davon waren wir mit ziemlich einem Tag Stromausfall betroffen. Dann kommen noch die Unwettermeldungen von Cusco und Lima dazu, denn da wollen wir hin. Wenn wir die verschütteten und weggerissenen Straßen betrachten, wird uns nicht besser. Soeben kommt noch die Meldung eines Erdbebens bei Lima hinzu.
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Heute haben wir endlich unsere Rente erhalten. Eigentlich sollten wir uns freuen, können es aber nicht. Man hat uns Krankenkasse, Pflegeversicherung und Zusatzversicherung abgezogen.

Warum nochmal hatten wir die Krankenkasse gekündigt?

21. August 2026

Heute kamen endlich die Bremsbeläge, mitgebracht von einem Kurzurlauber in Deutschland. Es sind genau die Beläge, die wir wollten. Es sind jetzt ausreichend Bremsbeläge bis zum Ende der Reise vorhanden.
Eine Einbremsrunde nach Ibarra haben wir gemacht und sind zufrieden.

Übermorgen werden wir unsere Zelte hier abbrechen und endlich gen Süden fahren. Wie weit wir wegen der Erdbeben und verschütteten Straßen kommen, wissen wir nicht. Auch wissen wir nichts über Cusco und Machu Picchu.

22. August 2026, letzter Tag in der Narjanja

23. August 2026

Nach dem Frühstück bezahlen wir, verabschieden uns vom Personal, packen die CBX und fahren gen Süden.

Unser Ziel ist das Cuello de Luna in der Nähe des Vulkans Cotopaxi. Dieser aktive Vulkan liegt im gleichnamigen Nationalpark. In diesen Nationalpark dürfen Motorräder nicht hinein. Erlaubt sind nur Autos.
Der Besitzer des Cuello de Luna organisiert für uns ein Auto mit Fahrer für den nächsten Tag.

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Nach dem Frühstück kommt das versprochene Auto und bringt uns in den Cotopaxi-Nationalpark. Die Wolken hängen tief und wir können den Vulkan mehr erahnen als sehen. Vom Parkplatz in ca. 3000 Höhenmetern gehen wir zu Fuß über Asche und Geröll bis zur Hütte auf 4870 Höhenmetern. Es ist nahe Null Grad und es regnet leicht. Völlig durchgefroren erreichen wir das Refugio Jose Rivas.

Vom Gipfel sehen wir nichts, nicht einmal vom Schneefeld ca. 300 Meter höher. Wir trinken Coca-Tee und essen Suppe. Dann geht es wieder abwärts.

Am nächsten Morgen dann der gewohnte Ablauf: Frühstück, Mopped beladen, Schrauben kontrollieren, Kette und -Schmierung kontrollieren. Wir verwenden ein Kettenschmiersystem von CLS, welches tadellos seit dem Start unserer Tour funktioniert.
Vom Ismail verabschiedet, das Hotel in Riobamba ins Navi eingegeben und die CBX gestartet.

Gegen 14:30 Uhr erreichen wir das Hotel CHIMBORAZO in Riobamba.

Das Hotel Chimborazo sieht sehr gut aus und ist für Europäer ziemlich preiswert. Das Zimmer ist sehr groß und die CBX steht sicher verschlossen in einer Garage.
Vom Hotel hat man einen Blick fast über die ganze Stadt. Wir machen uns auf zur Erkundung. mit Einbruch der Dämmerung haben wir genug und machen uns auf den „Heimweg“. Was finden wir dort? Die Brauerei der „Bear Brothers“. Natürlich kehren wir ein.

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Ein neuer Tag. Der Blick aus dem Fenster zeigt den wolkenlosen Chimborazo. Wir richten die CBX und fahren los. Nach knapp 50 km über manchmal fragwürdige Straßen erreichen wir den Eingang zum Parkplatz auf 4300 Höhenmetern. Höher lässt man uns auch hier nicht mit dem Motorrad, es sind wieder einmal nur PKW erlaubt.
Gegen 15 Uhr sind wir wieder im Hotel zurück, verschließen die CBX und begeben uns wieder in die Stadt.

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Heute ist Freitag, der 28. August und wir brechen sehr zeitig auf, denn wir wollen nach Guamote zum Indiomarkt. Gegen 12 Uhr sind wir am Stadtrand und ahnen Schlimmes. Der ganze Ort besteht aus Markt. Nach endloser Quälerei erreichen wir die Oase „Inti Sisa“. Wir können unser Gepäck  und das Mopped abstellen. Dann begeben wir uns in den Ort und kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus.

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Auf nach Alausí

Warum Alausí, was gibt es dort Besonderes?
Der Ort ist vor allem durch seine Eisenbahnstrecke „Nariz del Diablo“ bekannt. Die Zugstrecke von Alausí nach Sibambe führt im Zickzack über die sogenannte Teufelsnase und überwindet 500 Höhenmeter auf nur 12 km Fahrstrecke.
Wir kaufen zwei Tickets und stürzen uns ins Abenteuer. Die Ausblicke sind gigantisch. Leider lässt es sich fotografisch von uns nicht so richtig dokumentieren.
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Cuenca ist die drittgrößte Stadt in Ecuador mit ca. 600000 Einwohnern. hier wollen wir ein paar Tage bleiben, denn es gibt viel zu sehen. So z. B.  das historische Zentrum, welches zum Weltkulturerbe gehört. Wir finden ein schönes und preiswertes ( ohne Mehrwertsteuer für Deutsche) Hotel direkt am historischen Zentrum. Die CBX steht auf dem Nachbargrundstück sicher verschlossen.
Der erste Eindruck von Cuenca ist der einer sehr sauberen Stadt. Bis zum Einbruch der Dunkelheit sind die Straßenreiniger aktiv.
Natürlich muss man seinen Geldbeutel festhalten, aber mehr Unsicherheit kommt auch in der Dunkelheit nicht auf. Es fehlen hier bestimmte Bevölkerungsgruppen, die z. B. in Deutschen Großstädten für mulmige Gefühle sorgen.
Natürlich waren wir im Museum „Pumapungo“, in und auf der Catedral de la Inmaculada und in diversen Brauerei-Pubs.

Einen Tag haben wir für den Besuch von INGAPIRCA genutzt.

Ingapirca liegt ca. 90 km nördlich von Cuenca. Das hört sich jetzt nicht nach sehr weit an, dauert aber durch den Straßenzustand, den langsamen LKW, die schlecht überholt werden können und der Kälte in über 3000 Höhenmetern, knapp zwei Stunden. Kurz vor 12 Uhr sind wir da und kommen für je zwei Dollar noch mit der 12-Uhr- Gruppe hinein. Unsere Führerin spricht Spanisch und schlecht Englisch. Wir verstehen aber trotzdem sehr viel und sind beeindruckt vom Leben der Kañari und Inka.

Ingapirca ist die bedeutenste Inka-Fundstätte in Ecuador.

Noch etwas fällt uns in Cuenca im Gegensatz zu den anderen von uns besuchten Orten auf: Es gibt hier sehr wenig Indigene. Die Stadt könnte auch irgendwo in Spanien liegen.

Auf dem Weg nach Loja

Bis wir abfahrbereit sind vergeht fast immer eine Stunde. Das ganze Gepäck, welches im Zimmer ausgebreitet ist, muss in zwei Koffer und eine Gepäckrolle. Und das alles muss sicher und zuverlässig am Motorrad verstaut werden.
Heute liegt eine etwas größere Tour vor uns – 250 km. Das Navi zeigt ca. 4 Stunden an. Sehr viel Zeit benötigen wir um aus der Stadt herauszukommen und die Panamericana  (E 35) zu erreichen.
Die folgenden Kilometer geht es bergauf bis auf 3500 Meter. Die Straßen sind schlecht, regelrechte Aufbrüche und ungeteerte Abschnitte kommen sehr unvermittelt. Dann noch die Drängelei von großen Trucks, die Gravel und Löcher locker wegstecken. Durch die ewige Schüttelei verlieren wir das Zeltgestänge. Glück im Unglück: Wir merken es und haben auch sofort eine Stelle zum Anhalten. Und es kommt kein Fahrzeug hinter uns.
Gegen 16:30 Uhr erreichen wir das „Grand Victoria“ in Loja. Die CBX steht sicher im Keller und wir haben ein Zimmer für drei Tage.

Das „Grand Victoria“ ist bis jetzt das teuerste Hotel auf unserer Reise. Es liegt mitten im Zentrum der Stadt und wir mussten schon einmal um den Block fahren, denn der „Marktplatz“ ist gesperrt für eine Veranstaltung.
Gegen 18 Uhr machen wir uns auf den Weg in die Stadt. Wir haben nämlich, wieder einmal, eine Brauerei gefunden. Der Weg zieht sich lange hin, aber wir werden nicht enttäuscht.
Auf dem Rückweg sehen wir geschäftiges Treiben am „Markt“, wissen es aber nicht zu deuten.
Wir sitzen noch eine ganze Weile an der Bar und fallen dann todmüde ins Bett.

Der Sonntag und der Montag in LOJA

An diesem Wochenende, 6./7. September, wird das Fest der „Virgen de El Cisne“. gefeiert. Wir Treffen zum richtigen Zeitpunkt in Loja ein. Die Feierlichkeiten gehen über mehrere Tage. Der Morgen beginnt mit einer Serenade, anschließend Prozession durch die Innenstadt. Der Höhepunkt für uns war der Abend mit Musik, Tanz und „Quema de Castillos“(abbrennen von Feuerwerk von den Feuerwerkstürmen).
Aber auch sonst hat die Stadt einiges zu bieten. Sie liegt umgeben von den hohen Bergen der Anden in einem Talkessel auf ca.2100 Meter. Da fällt ein Spaziergang nicht sehr schwer. Natürlich haben wir die schönsten Bauwerke fotografiert. Betrachten kann man die Bilder unter diesem Link, zusammen mit anderen Ecuadorfotos.

Am Dienstag, 8. September 2026, verlassen wir den schönen Ort Loja und fahren nach Macarà, kurz vor der Grenze zu Peru. Das GPS führt uns zuverlässig zum ausgesuchten Hotel und kurz nach 13 Uhr haben wir eine preiswerte Unterkunft und einen sehr sicheren Standplatz für die CBX. Bis zur Grenze sind es nur ein paar Kilometer. Wir wissen nicht, ob morgen ein großer Andrang herrscht und wie lange die Formalitäten überhaupt dauern.

Der Mittwoch sieht uns ziemlich zeitig auf den Beinen. Nach dem Frühstück ist auch unser Gepäck sehr schnell verstaut. Dann noch an die Tankstelle und nebenan mit dem Wasserschlauch den gröbsten Dreck vom Bike gespült. Keine fünf Minuten später sehen wir ein großes Gebäude. Da sind dann alle Schalter drin, die man abarbeiten muss. Sowohl von Ecuadorianischer, als auch von Peruanischer Seite. Wir haben Glück, denn es sind keine Grenzgänger an den Schaltern. Trotzdem dauert es eine gute Stunde, bis wir alle Papiere und Formalitäten erledigt haben. Dann fahren wir unbehelligt über die Grenze nach Peru.

2 Gedanken zu „Ecuador 2026“

  1. Hallo Ihr zwei, ist das auf dem Bild euer ganzes Reisegepäck? Ich denke mal ja. Viel mehr ist auf der CBX auch nicht drauf zu bekommen. Wollte Udo nicht noch einiges an Teilen für die CBX mitnehmen? Oder wurden diese verschickt. Das Bild außerhalb der Kuppel ist ja schon spektakulär! Weiß nicht ob ich mich da so cool hingesetzt hätte. Freue mich auf Eure Bilder und Eindrücke. Gruß Wolfgang ohne CBX
    PS: Hallo Gabi, würdest meine neue Handynummer bei dir einpflegen. dann könnte ich dein Status wieder sehen. +4915730894622

    1. Hallo Wolfgang, Teile für die CBX sind beim Gepäck mit dabei. Gaby hat das mit Deiner Mobilfunknummer gemacht. Du kannst also den Status einsehen.
      Grüße
      Udo & Gaby, auch an Deine bessere Hälfte.

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