Mississippi/Tennessee

Unser Zelt steht in TOOMSUBA auf dem dortigen Campingplatz. Toomsuba hat eine Post, einen Schrottplatz, einen Dollargeneral, drei Tankstellen und eben den Campingplatz. In ca. 20 km Entfernung aber liegt der Ort Meridian. Dort sind so einige Dinge, die wir besuchen möchten. So z. B. die Jim Henson Ausstellung im MAX ( Mississippi’s Arts + Entertainment Experience).

Aber im Museum sind nicht nur  Kermit oder Bert zu sehen, sondern auch das Leben und Wirken anderer Personen vom Mississippi: Elvis Presley, Jimmi Rodgers, Willie Dixon, Robert Johnson, Bo Diddley, Howlin‘ Wolf, Ike Turner, Morgan Freeman, Sela Ward, Faith Hill, Jim Henson, B. B. King, Oprah Winfrey, James Earl Jones, John Grisham, Walter Anderson, Eudora Welty, Jimmy Buffett …

Wir stehen länger als wir möchten in Toomsuba. Ich habe einen Fremdkörper im rechten Auge, den ich nicht selbst rausbekomme. Also auf zum Augenarzt nach Meridian. Das dortige „Klinikum“ ist riesig, aber wir finden den zuständigen Arzt. Der weitere Verlauf gestaltet sich ähnlich wie in Deutschland. Nach drei Tagen ist alles wieder in Ordnung und wir brechen auf zum zweiten Besuch des Barber Museums.

Von Birmingham wollen wir dann nach Nashville und weiter nach Memphis. Von dort wieder nach Süden, immer am Mississippi entlang bis nach….

Unser nächstes Ziel heißt Nashville/Tennessee

Gegen Abend des 5. April erreichen wir Nashville. Über eine Stunde haben wir im Feierabendverkehr der Stadt zugebracht. Dann endlich ist der Campingplatz in Sicht. Schon am Eingang wird unmissverständlich klar gemacht worum es in Nashville geht:

Wenn schon der Campingplatz voll auf Musik eingestellt ist, in der Rezeption laufen die Hits der 60er Jahre und überall hängen Gitarren an den Wänden, wie wird es wohl morgen in Downtown werden?!

Noch ein weiterer guter Vorgeschmack ist das Lagerbier einer örtlichen Brauerei.

Wieder einmal ist Bus fahren angesagt und  kurz nach zehn Uhr  befinden wir uns mitten im Getümmel. Überall!!! feiernde Menschen und Musik. Wann haben die angefangen, oder haben die seit gestern noch nicht aufgehört?
Unser erster Weg führt in das Johnny Cash Museum.

Nach über zwei Stunden haben wir genug gesehen und gehört. Wir stürzen uns in das Gewimmel am „Broadway“.
Aus jeder Bar dringt Musik nach außen. In einige der berühmtesten, wie z.B. „nudie’s“ oder „Legends Corner“, gehen wir hinein und genießen beim Bier die Musik.

Mehr Fotos sind hier zu sehen.

An einem Tag kann man Nashville nicht erkunden. Wir nehmen nochmals den Bus, der fährt noch weit nach Mitternacht zum Campingplatz, und verbringen einen weiteren Tag in der Stadt.
Zuerst ist das „Music City Center“ unser Ziel. Danach die „Country Music Hall of Fame and Museum“ . Wir sind beeindruckt!

Anschließend wieder abhängen bei Bier und Livemusik vom Feinsten.

Schöner Campingplatz, Frühlingswetter, Shuttlebus bis in die Nacht hinein, Musik, Bier….
Das sind alles Dinge, mit denen man es gut aushalten kann. Doch wir haben auch noch andere Pläne. Und die nehmen wir jetzt in Angriff, aber nicht ohne noch einmal mit der vollgepackten CBX durch die brodelnde Stadt zu fahren.

Unser nächstes Ziel heißt Memphis. Wir finden einen Campingplatz am Elvis-Presley-Boulevard, ca. 400 Meter von Graceland entfernt.

Bevor wir aber zum Elvis gehen, besichtigen wir die Stadt, vornehmlich die Beale  Street und die neu gestaltete Uferpromenade am Mississippi.

In Memphis ist, wie in Nashville auch, die Musik zu Hause. Nashville verkörpert die Countrymusic, Memphis dagegen den Blues. Außerdem sind in Memphis lange nicht so viele Partyleute zu sehen.

Morgen aber geht es zum King!

Wir können zu Fuß zum Ticketschalter gehen. Wieviel wird wohl der Eintritt kosten? Für zusammen 100 $ lässt man uns hinein. Wir können Graceland besichtigen mit allen Räumen im Erdgeschoss, die Nebengebäude, den Reitplatz, den Garten, die Gräber…
Alles ist im Stil der 60er Jahre gehalten mit viel Gold (auch die Flugzeuge) und Plüsch.
Auf der anderen Straßenseite stehen moderne Ausstellungshallen mit den Fahrzeugen und der Konzertkleidung. Außerdem Kartons mir irgendwelchen Armeedingen.
Für 100 $ bekommen eingefleischte Fans sehr viel geboten.
Uns hat es gefallen, wir kaufen aber trotzdem Eintrittskarten für die Rocknacht mit George Thorogood and the Destroyers, denn da geht die Post richtig ab.

Bevor wir Elvis und Memphis verlassen, müssen wir uns um eine neue Isomatte kümmern. Bei einer Matte ist wahrscheinlich der Füllkörper zerstört und hält die Luft nicht mehr. Wir recherchieren nach einem Therm-A-Rest-Händler und werden in wenigen Kilometern südlich fündig. Da die Firma Therm-A-Rest eine lebenslange Garantie verspricht, gestaltet sich der Umtausch ziemlich problemlos. Wir bekommen ein ganz neues aktuelles Modell und verlassen zufrieden das Geschäft.

Unser nächstes Ziel ist das Bluesmuseum „Gateway To The Blues“  am Highway 61 in Tunica.

Das Gebäude steht vor Tunica ein wenig abseits des Highways.
Es ist beeindruckend, was hier zusammengetragen wurde.

Unser heutiges Nachtlager wollen wir im John W. Kyle State Park am Sardis Lake errichten. Der See ist ziemlich groß und voller Schilder mit „Camping“. Wir finden einen schönen Platz, bauen auf, machen Feuer und besprechen den nächsten Tag, den wir in Clarksdale, dem Geburtsort von John Lee Hooker, verbringen wollen. Clarksdale lebt vom Blues; an den Wochenenden. Heute, am Montag, ist der Ort wie ausgestorben. Ein paar Holländer fotografieren „The Crossroads“, wir natürlich ebenfalls.

Man trifft sich dann wieder im „Delta Blues Museum“.

Eigentlich ist die ganze Stadt ein Museum, überall Bluesclubs, sogar Morgan Freeman hat einen, nur sind halt alle geschlossen.

Auf dem örtlichen RV Park sieht es aus wie auf vielen anderen auch: Sehr wenig Zelte und Touristen-RV. Dafür sehr viele Dauergäste, die hier leben und in der Umgebung einen Job gefunden haben. Eine Nacht dort ist für uns kein Problem, zumal die in der Nähe liegenden Motels auch nicht gerade einladend sind.

Weiter geht es auf dem Blues Highway in Richtung Süden. Der nächste Stopp ist in Leland. Dort treffen wir auf Pat Thomas, einen ziemlich bekannten Bluesmusiker. Zusammen gehen wir ins Museum. Er spielt auf der Gitarre und wir schauen uns die Ausstellung an.

Für die nächsten zwei Tage ist Regen angesagt und wir benötigen einen guten Platz für unser Zelt. Den finden wir im Leroy Percy State Park am Alligator Lake. Er ist preiswert, hat Strom, leider kein WiFi, dafür einen großen Unterstand für Frühstück, Fotos bearbeiten, Text für Webseite schreiben….
Der Wetterbericht hat nicht gelogen, es regnet wie verrückt einen ganzen Tag, die halbe Nacht…

Wir haben den Regen überstanden. 

Auf dem Weg nach Yazoo City passieren wir viele überflutete Gebiete. Was machen wir überhaupt in Yazoo City? Wir besuchen den zweitverwunschensten Friedhof in den USA. Dies ist die Glenwood Cemetery mit dem berühmten Hexengrab. Weiter geht es nach Vicksburg in das Coca Cola Museum und in das Lower Mississippi Museum und anschließend nach Natchez in das Grand Village of the Natchez Indians. Ein Stück weiter südlich auf dem Weg nach Louisiana schließen wir unsere Reise durch Mississippi mit einem leckeren Essen und einem noch leckererem Dessert in Mammyˋs Cupboard ab. Einige Meilen weiter erreichen wir Louisiana.

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